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Was KMU jetzt wirklich tun müssen

Welche Pflichten ab wann greifen – und welche kleine Betriebe gar nicht betreffen.

Thomas Ölz · 31. August 2026

Beitrag in Bearbeitung — die redaktionell finale Fassung folgt.

Seit August 2024 ist der EU AI Act in Kraft. Bis Februar 2025 galten erste Verbote für bestimmte KI-Praktiken. Ab August 2026 greift das Gros der Regeln – und viele Betriebe wissen noch nicht, was das für sie konkret bedeutet.

Was der AI Act regelt

Der AI Act teilt KI-Systeme in vier Risikoklassen ein: inakzeptables Risiko (verboten), hohes Risiko (strenge Auflagen), begrenztes Risiko (Transparenzpflichten) und minimales Risiko (keine Sonderregeln).

Die gute Nachricht: Die meisten kleinen Betriebe setzen KI ausschließlich in der niedrigsten Risikoklasse ein – Texterstellung, Übersetzungen, interne Hilfswerkzeuge. Hier gibt es keine zusätzlichen Pflichten.

Wann es ernst wird

Kritisch wird es, sobald KI-Systeme Entscheidungen über Menschen beeinflussen: Einstellungen, Kreditvergabe, Sicherheitsbewertungen. Hier greift die Hochrisiko-Kategorie mit Dokumentationspflichten, Konformitätsbewertungen und Registrierungspflichten.

Die fünf wichtigsten Fragen für KMU

  1. Welche KI-Tools setzen Sie ein – und zu welchem Zweck?
  2. Trifft das System Entscheidungen über natürliche Personen?
  3. Ist das System einem Hochrisiko-Bereich zugeordnet (Bildung, Beschäftigung, Kredit)?
  4. Werden personenbezogene Daten verarbeitet?
  5. Haben Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem KI-Anbieter?

Was jetzt zu tun ist

Inventarisieren Sie Ihre KI-Tools. Für jedes Tool: Welche Daten fließen ein? Was entscheidet das System? Reicht eine einfache Datenschutzprüfung, oder braucht es mehr?

Die meisten Betriebe kommen mit einer eintägigen Analyse aus. Das Ergebnis: Sicherheit darüber, wo Handlungsbedarf besteht – und wo nicht.

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